WALKING WITH STRANGERS - Hardships (CD)

12/20/2011 | Da kommt sie dann doch noch, die musikalische Abrissbirne kurz vor dem Weihnachtsfest. Ich greife schon einmal vorweg und verspreche damit auch sicherlich nicht zu viel: "Hardships" von Walking With Strangers ist einfach böse, es ist ein böses Album. Bereits die Anfangssekunden vom Album-Opener "Legends" hauen einem spontan die Beine weg, der Boden unter den Füßen öffnet sich und man blickt in ein brennendes Loch. Aber von vorne.
Jeder, der schon länger in der Szene dabei ist, dem sollte der Name Peter Ahlqvist ein Begriff sein. Bewies er einst als Mastermind des schwedischen Labels Burning Heart Records ein feines Gespür für gute bis hervorragende Bands, so ist er nach einer kurzen Pause seit einiger Zeit wieder mit Panic & Action wieder am Start. Und nachdem Ahlqvist bereits mit Adept einen absoluten Volltreffer in Sachen harter Musik gelandet hat, so hat er auch hinsichtlich Walking With Strangers seinen Pfeil ins Schwarze gesetzt. Das Schweden ein Sammelbecken für großartige Metalbands ist, sollte keinem ein Geheimnis sein. Und inzwischen hat sich der blau-gelbe Staat auch in Sachen Deathcore einen Namen gemacht, zumindest müssen sich Walking With Strangers mit ihrem jüngsten Release - dem Nachfolger der EP "Buried Dead & Done" - vor Niemandem verstecken. Die insgesamt zehn neuen Songs lassen das Herz von Fans von Suicide Silence, Winds Of Plague und Bring Me The Horizon definitiv vom ersten bis letzten düsteren Akkord höher schlagen. Tiefe Vocals, noch tiefere Gitarren, Doublebase-Gewitter nach Doublebase-Gewitter, Moshpart nach Moshpart - und da alles in einer düsteren Atmosphäre, die zeigt, dass es in Skandinavien öfters mal dunkle ist und auch bleibt. Musikalisch haben Walking With Strangers ein absolut gutes und solides Album abgeliefert, bleibt eben nur die Frage nach dem Geschmack und ob man etwas mit Deathcore einlassen kann. Wenn man das kann, dann ist diese Scheibe ein Muss!
Category: Reviews
Posted by: stephan