MACH 1 FESTIVAL 2010 in Montabaur

08/24/2010 | Wer Kunde eines großen Internetbieters mit den zwei Zahlen inklusive Und-Zeichen ist, der kennt das kleine Örtchen Montabaur in der Nähe von Limburg. Dort hat selbiges Unternehmen nämlich seinen Hauptsitz und berieselt das Universum insbesondere mit qualitativ hochwertigen Werbespots. Doch auch wer auf gute, schnelle, handgemachte und die Ohren durchpustende Musik steht, dem ist Montabaur spätestens seit zwei, drei Jahren ein Begriff. Auf dem hiesigen Flugplatz hat das Mach 1 Festival seine Zelte und Bühnen aufgeschlagen, und blickt man auf das Lineup, so hat sich nicht nur die Quantität, sondern vor allem auch – und dies ist ja das Wichtigste einer Musikveranstaltung – die Qualität und Größe der Bands stark gesteigert. Haben sich in den vergangenen Jahren schon Szenegrößen wie Comeback Kid, Madball, Terror, Shai Hulud, Born From Pain, Millencolin, Maroon, Less Than Jake und viele mehr die Klinke in die Hand gegeben, haben die Veranstalter in diesem Jahr noch ein Stückchen tiefer in die Band-Kiste gegriffen. Unter anderem rockten in diesem Jahr nun die New York Hardcore Legenden Sick Of It All und Agnostic Front, der Ostküsten-Wutbatzen Hatebreed, die von Sepultribe- und Brasilien-Frontman Max Cavelera angeführten Soulfly, der Boston-Vollgas-LKW Death Before Dishonor sowie Six Reasons To Kill, Evergreen Terrace, Twisted Minds, Ritual, Dioramic, Empty Skies und Death By Stereo, The Haven Theory und Exc3ed. Als Höhepunkt wartete vor allem auf alle Punkrocker ein absoluter Höhepunkt: Fünf Jahre nach ihrer Abschiedstour haben sich Wizo wieder im Proberaum zusammengefunden und packten in Montabaur ihre alten Hits aus. Kaum ein Festival bleibt von Absagen verschont, die Schweden-Dampfwalze Raised Fist schaffte es leider nicht, die Bretter zu entern. Ein kleiner, gemütlicher Zeltplatz – leider mit (wie auf jedem Festival) Langfingern und einem knackigen Fußmarsch zum Gelände –, durchgehend tolles Wetter, faire Preise (Eintritt, Getränke, Essen, Merch…), gute gelaunte Security und ein überschaubares Gelände mit gleich drei Bühnen: es war angerichtet! Während sich auf der Kia-Power-Tent-Stage neben den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft alles auf lokale Bands konzentrierte, gaben sich auf der Westend-Stage und der Festival-Stalker-Stage die „größeren“ Nummern die Klinke in die Hand. Gut gemacht hierbei: letztere beiden Bühnen lagen direkt nebeneinander, parallel wurde nie darauf gespielt – die Wegen waren also kurz.
Weg vom kühlen Gerstensaft zog es mich am Freitag erstmals beim Gig der Ruhrpottler RITUAL. Meldoischer, emotionaler und druckvoller Hardcore mit in gehörigen Aggressionen verpackten Vocals weckten die noch leicht verschlafene Meute vor den Brettern erstmals auf. Zwar brauchte der sympathische Fünfer den ein oder anderen Song, um das Volk für sich zu gewinnen, doch letztlich schwangen die Kids ihr Tanzbein. Neben aktuellen Songs, sind es doch – zumindest geht es mir so – immer wieder die Tracks der „Wolves“-EP, die einen nicht mehr an sich halten lassen. So auch diesmal. Ein guter Auftritt zu einer eher undankbaren Zeit auf einem Festival.
Ein ganz anderes Standing haben da schon SICK OF IT ALL, die New Yorker packten direkt nach dem Ritual-Gig auf der Mainstage die Instrumente aus. Zu der Bande um die beiden Koller-Brüder braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren, jeder, aber auch wirklich jeder sollte mit dem Vierer aus dem Big Apple etwas anfangen sollen. Und wenn man in der Lage ist, eine Show mit einem Über-Hit wie „Good lookin’ out“ anfangen zu können, dann ist einem der Sieg bereits gewiss. Noch haben Sick Of It All mich in all den Jahren enttäuscht, sei es auf Platte oder auf der Bühne. So auch diesmal. Mit ihrem aktuellen Release „Based on a true story“ im Handgepäck, zeigten die „alten Männer“ mal wieder aufs Neue, was es heißt, eine Festival-Meute ordentlich aufzumischen. Bei Songs wie „Built to last“, „Scratch the surface“, „Busted“, „Take the night off“, „Step down“, „Us vs. Them” oder “My life” ruhig stehen zu bleiben, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Wieder einmal haben Lou Koller und Co. bewiesen, dass es für viele Bands schwierig ist, nach ihnen zu spielen, denn die Energie, die Sick Of It All einem entgegenpusten, ist trotz all der Jahre immer noch beängstigend. Souveräner Auftritt.
Mit ähnlichen Ansagen und ähnlichen Spielchen – Circle-Pit rund um den Mischpult-Turm – wie Sick Of It All, versuchten es direkt im Anschluss NEAERA aus Münster, das von den New Yorkern noch verschwitzte Hardcore-Volk für sich zu gewinnen. Und sie schafften es, denn die Jungs aus dem westfälischen Münster überzeugten auf ganzer Linie. Mit bereits 400 Shows in 25 verschiedenen Ländern und einem Deal bei Metal Blade Records, sind die Burschen natürlich schon lange nicht mehr grün hinter den Ohren, im Gegenteil. Sie wissen, wie man eine gute gelaunte Truppe vor der Bühne mit einer Mischung aus Hardcore und schwedisch angehauchtem Death Metal am Schopfe packt. Das aktuell Album „Omincide – Creation unleashed“ erhielt bei Metal Hammer, Rock Hard, Metal.de und Co. Höchstnoten, zudem gab es einen bunten Spaziergang durch die Vorgänger-Alben „Armamentarium“, „Let the temptest come“ und „The rising tide of oblivion“. Ganz ehrlich, mich haben Nearera sehr positiv überrascht, hab ich sie in den Jahren zuvor doch eher etwas link liegen lassen. Gute Show!
Bleiben wir in der Metal-Ecke, denn als nächstes führte eine wahre Legende seine Band-Kollegen auf die Hauptbühne. Max Cavalera, seines Zeichens Ex-Frontmann der Brasilien-Formationen Sepultura und Nailbomb, und SOULFLY standen in den frühen Abendstunden auf dem Zeitplan, Vorfreude macht sich als Freund der alten Sepultura-Scheiben breit. Doch selbige wurde zunächst im Fotograben erst einmal kurz gebremst, den Max präsentierte sich als aufgeblasenes Marshmallow, frisch und gut in Form sieht anders aus. Auf den ersten Blick wirkte er kaputt und müde, und dies bestätigte sich, denn irgendwie fehlte dem Südamerikaner und seinen US-amerikanischen Kollegen die nötige Energie, es fehlte der letzte Pep. Klar, die Hits wurden gespielt, alte wie brandneue Songs ausgepackt, und für Sepultura-Anhänger gab es mit „Troops of doom“, „Refuse/resist“ sowie „Mass hypnosis“ auch noch alte Leckerbissen. Aber überzeugen konnte mich Max und Co. nicht, da fehlte Bums und Rums. Es war ein ähnlich blutleerer Auftritt wie der der brasilianischen Nationalmannschaft in Südafrika.
DEATH BEFORE STEREO fielen für mich leider Hunger und Durst zum Opfer, das, was aus der Ferne aber an meine Ohren klang, klang nach Spaß und guter Laune. Und genau diese beiden Attribute standen auch beim Headliner des ersten Festival-Tages ganz oben auf der Liste. Nach Jahren der Abstinenz, haben sich die Alt-Punker von WIZO wieder zusammengefunden und rockten in diesem Sommer auf einigen ausgewählten Festivals. So auch auf dem Mach 1 in Montabaur, was man zweifelsohne als Kompliment für die Festival-Macher verstehen kann. Kennt man Wizo noch aus alten Tagen, mit meterhohen Iros, zerrissenen Klamotten und Straßeköder-Attitüde, dann schaute man im ersten Moment doch erst einmal doppelt hin, als die Jungs die Bühne betraten. Man muss ja immerhin sicher gehen, dass hintern den nun viel, viel gepflegter erscheinenden Burschen auch tatsächlich Deutschlands mit größter Deutschpunk-Export steckt. Und ja, sie stecken dahinter. Kritiker, die nach den ersten Reunion-Shows aus ihren Löchern gekrochen kamen, und der Band Arroganz und Lustlosigkeit vorwarfen, wurden zumindest auf dem Mach 1 keineswegs bestätigt, Im Gegenteil, Wizo brachte sie zum schweigen. Kurzerhand fühlte man sich wieder wie mit 16, all die Lyrics der Klassiker waren irgendwo im Gehirn noch abgespeichert und aus der Wizo-Show wurde eine große Party und ein würdiger Abschluss des ersten Festival-Tags auf dem Flughafen in Montabaur. Zwar hat sich das Äußere des Vierers gravierend verändert, doch die alte Nazis-Raus-Attitüde hat niemand vertrieben. Noch immer verteilen Wizo nach all den Jahren das „Goldene Stück Scheiße“ in passender Manier. Gute Show!

Line-Up Freitag: AS SECONDS BECOME CENTURIES, DELIVERING CRY, MAKE THE DAY, TINY-Y-SON, PRISON MIND, RITUAL, NEAERA, DEATH BY STEREO, EXC3ED; DIORAMIC, SICK OF IT ALL, SOULFY, WIZO


Am Samstag stand erst einmal an der Tagesordnung, die Zeit totzuschlagen, bis die erste Band auf die Bühne stapfte. Wie bereits tags zuvor machten lokale und „kleinere“ Combos den Auftakt. Dem schönen Wetter entsprechende Ska-Punk-Klänge von AWAITING CRUNCH oder den Franzosen TWISTED MINDS kamen einem da entgegen, die tanzenden Frühaufsteher vor der Westend-Stage freuten sich über einen verschenkten Sombrero und es deutete sich schon zu diesen frühen Stunden an, dass die gute Laune der meisten Festivalbesucher einen weiteren, guten Tag in Montabaur kreieren werden. Das Ding an Festivals ist ja immer, dass man alleine oder auch zu zweit ja gar nicht alle Bands sehen kann, selbst wenn diese nicht parallel spielen. Denn da gibt es ja immer noch so Spaß bringende Sachen wie Trinken, Essen, Merch-Stände checken, hier und da einen Plausch halten sowie ab und zu in der Sonne zu schimmeln. Ein Sorry also an alle Bands, die hier keine ausführliche Berücksichtigung finden. Sei es aufgrund von „eine Zeit“ oder aufgrund von „hat nicht gefallen“.
Die Absage der Schweden RAISED FIST, die sich nur langsam auf dem Festivalgelände verbreitete, hatten den Zeitplan ein wenig durcheinander gewirbelt. Erster Höhepunkt an diesem Tag waren also die Florida-Biester von EVERGREEN TERRACE. Bereits ein, zwei Wochen vor diesem Festival auf einer Club-Show gesehen, ist mir diese Band in diesem Jahr irgendwie so richtig sympathisch geworden. Die Musik ist geradeaus, die Band-Mitglieder mit aller Leidenschaft dabei – das weiß zu überzeugen. Mit einer bunt zusammen gewürfelten Setlist der Alben „Wolfbiker“, „Burned Alive By Time“, „Sincerity Is An Easy Disguise In This Business“ und natürlich dem aktuellsten Werk „Almost Home“ schob der Fünfer aus dem US-amerikanischen Sonnenstaat die sowieso schon hohen Temperaturen noch ein wenig nach oben, schnell sprang der Funke auf die nun im Staub tobende Masse vor der Bühne über – zweifelsohne auch Dank der den Graben mal Graben sein lassenden Nähe von Schreihals Andrew. Evergreen Terrace sind sowohl auf kleineren als auch größeren Bühnen sehr gut aufgehoben. Der Elan macht’s!
Noch hatten Evergreen Terrace aber nicht Feierabend, zumindest Gitarist Joshua James, seines Zeichens auch Sänger der Straight Edge Dampfwalze Casey Jones, musste noch einmal ran. Gemeinsam mit Merch-Guy Mark hat er das Akustik-Projekt ME AND MARK aus dem Boden gestampft. Prädikat: nur empfehlenswert. Auf zwei Stühlen ausgestattet mit Lagerfeuer-Klampfen legte das DUO auf der kleinsten der drei Bühnen eine Show auf die Bretter, die zu den Top-Drei des gesamten Wochenendes gehörte. Unter den Augen von Death Before Dishonor-Schreihals Bryan – kurzerhand umgedichtete Songtitel wie „Bryan of DB4D ist fucking my mother“ oder „Bryan of DB4D is fingering my asshole“ gingen auf seine Kosten – boten Mark und Joshua vor allem viel Spaß und verbreiteten in dem picke packe voll gepackten Zelt prächtige Laune. Grandios!
Raus aus dem Zelt, ab in die Sonne, ab zur New Yorker Legende des Samstags. AGNOSTIC FRONT hauen nun schon seit mehreren Jahrzehnten in die Instrumente, Alben der Veteranen aus dem Big Apple haben die Hardcore-Szene maßgeblich geprägt. Keine Frage, die Releases bis zur „One Voice“ oder auch noch bis zur „Something’s gotta give“ sind Gold wert, ein Song nach dem anderen hauen mich gelegentlich immer noch vom Hocker. Schmeißt man die aktuellste Live-Platte der Jungs um Roger Miret, aufgenommen 2006 im CBGB’s, in den Player, dann stellen sich einem schon beim Lesen der Setlist die Nackenhaare auf. Doch von diesem Glanz alter Tage ist nicht mehr viel geblieben, insbesondere auf Festivals und der damit verbundenen begrenzten Spielzeit lässt die Songauswahl Agnostic Fronts doch sehr zu wünschen übrig. Klar wollen und sollen Bands ihre aktuellsten Alben promoten, doch wenn der neue Stil einem nicht in den Kram passt und man eher auf die „Oldies“ steht, dann wird es heikel. Mit „Eliminator“ ging es auf dem Mach 1 zumindest schon einmal gut los, doch in der Folgezeit musste zu viel Altes dem Neuen weichen. Und das Neue ist zu viel Metal und zu viel Mosh anstatt Old School New York Hardcore. Nichts gegen Metal und Mosh, aber es passt nicht zu Agnostic Front. Songs wie „Blind justice“, „Your mistake“, „Anthem“, „Over the edge“ oder „Undertow“ fehlen da einfach. Dürftiger Auftritt, dann doch lieber die drei Live-Scheiben. Kleines Schmankerl: Hatebreeds Jamey Jasta hilft Roger bei "Peace".
Auf der kleinen Bühne sollte genau der Elan dieser Alben auch hochgehalten werden, ALL FOR NOTHING aus den Niederlanden waren an der Reihe. Femal-fronted Hardcore ist schon seit Jahren salonfähig, immer mehr Bands mit Mädel am Mikro entern die Bühnen dieses Planeten. So auch All For Nothing aus Rotterdam mit Frontfrau Cindy. Keine Frage, eine Old School Hardcore-Kapelle wie der Fünfer aus dem Nachbarland ist auf einer kleinen, schwitzigen Club-Bühne besser aufgehoben, doch die mit ihrem Longplayer „Miles and memories“ auf Gangstyle Records beheimatete Truppe gab ihr Bestes. Und ihr Bestes reichte, um die Jungs und Mädels vor der Bühne trotz eines bereits langen Tages zum Bewegen zu bringen. Ähnlich wie bei Ritual am Vortag keine leichte Aufgabe, die da gemeistert werden sollte und schließlich auch gemeistert wurde. Der nicht nachlassenden Energie sei Dank. Dank sei auch der mit 45 Minuten lang angesetzten Spielzeit, denn so zockte die Combo glaube ich jeden bisher geschriebenen Song.
Ähnlich erging es wenigen Minuten später ein paar Meter weiter rechts auch dem Boston-Hassbolzen DEATH BEFORE DISHONOR. Ob „Ture till death“, „Friends, family, forever“, „Count me in“ oder “Better ways to die”, der Fünfer von der Ostküste, der auf dieser Tour auf ihren Gitaristen Frankie verzichten musste, hat genug Kaliber in der Flinte, ob ein gehöriges Loch in den Festivalplatz zu schießen. Und das wussten auch viele Mosh-Gorillas im staubigen Pit, ihr Motto: Count me in. Kompromissloser, schnörkelloser, geradeaus ballernder Hardcore mit gehöriger Streetpunk-Attitüde sorgten in gut 15-facher Ausführung – wie gesagt, die Spielzeit war lang – für mächtig Wirbel auf und vor der Bühne. Da machte es Bryan und Co. auch nichts aus, dass sie kurzfristig von der eigentlich familiärer und für eine Hardcore-Band ihrer Größenordnung besser passenden Westend-Stage auf die Festival-Stage umziehen mussten. Der Spaß blieb der gleiche und die Lust der Band, das Mach 1 in den Boden zu stampfen, auch. „Boston belongs to me“, Death Before Dishonor haben den Dreh raus. Auch für größere Bühnen.
Manche werden nun den Kopf schütteln, aber was will ich machen, es muss ja gesagt werden. Der Auftritt der alten Herren von DOWN BY LAW fiel zu großen Teilen dem WM-Spiel zwischen den USA und Ghana zum Opfer, wieso muss die Partie auch in die Verlängerung gehen. Nun, was auch immer, die letzten Songs waren dann doch noch drin. Und dabei gab es nicht nur Hits der Alt-Punkrocker auf die Ohren, sondern auch zwei Leckerbissen von Dag Nasty, neben DYS eine der Bands von Sänger Dave Smalley. Coole Sache, aber Fußball war zu dieser Stunde wichtiger.
Und schließlich musste man sich ja auch etwas ausruhen, denn als Festival-Headliner stand niemand Geringeres als HATEBRRED auf dem Flughafen in Montabaur auf der Bühne – das ist doch mal eine Ansage, Hut ab. Frontmann Jamey Jasta ist ein sagenhaftes Energiebündel, hin und wieder steht die Frage im Raum, ob sein Tag nicht gar 36 Stunden hat, sein Akku mit zwölf Duracell-Batterien angetrieben wird. Wie ein HB-Männchen über die Bühne wildernd, reißt er das Publikum in Rekordgeschwindigkeit in seinen Bann. Und dabei ist das Hatebreed-Prinzip immer das Gleiche, alt und bewährt: Tempo, Break, Mosh, Wut, Aggressionen, Bums, Tempo, monströser Mosh, Ende. Aber es funktioniert, so auch auf dem aktuellsten, self-titled Album. Das Cover-Album „For the lions“ mal ausgenommen, fällt mir außer „Call for blood“ spontan kein Song ein, denn ich gerne noch gehört hätte. Die nicht still stehen wollende Energie-Gewalt namens Jasta schoss dem gut gefüllten Gelände mit Songs von den Releases „Under the knife“, „Satisfaction ist the death of desire“, „Perseverance“, „The rise of brutality“, „Supremacy“ und „Hatebreed“ ein Gewaltbrett nach dem nächsten vor die Birne. Da ist man der Band letztlich auch nicht sauer, wenn sie die letzten zehn Minuten ihrer Spielzeit nicht mehr nutzen, sondern sich etwas früher verabschieden.
Ein würdiger Abschluss eines gemütlichen, kleinen Festivals, dass hoffentlich genau in dieser Form, sprich mit den ordentlichen Preisen bei gutem Line-Up, der gut gelaunten Crew und dem kleinen Rahmen so erhalten bleibt.

Line-Up Samstag: THE GRANDTRY, ME AND MARK, AWAITING CRUNCH, THE HEAVEN THEORY, TWISTED MINDS, DEATH BEFORE DISHONOR, ALL FOR NOTHING, DOWN BY LAW, EMPTY SKIES, SIX REASONS TO KILL, AGNOSTIC FRONT, HATEBREED



Impressions:

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Category: Reports
Posted by: stephan